ADRK
Allgemeiner Deutscher Rottweiler-Klub e.V.

VDH-DM IPO-FH 2018

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vdh-dm ipo-fh 2018 8

Allgemeine Informationen
Name VDH-Deutsche Meisterschaft der Fährtenhunde  IPO-FH
Datum 23.02.2018 - 25.02.2018
Ort Drechslerstraße 3 , 68535 Edingen-Neckarhausen
Veranstalter HSV Edingen/VfH Neckarhausen
Leistungsrichter N. N.
Ergebnisse, Bilder, Meldeliste

VDH-DM IPO-FH 2018

Vorweg sei gesagt, dass die in den Wettervorhersagen genannte Russenpeitsche, die über Deutschland herrschte, die am 23. - 25. Februar in Edingen-Neckarhausen stattgefundene VDH-DM IPO-FH 2018 voll getroffen hatte.

30 startende Teams der Rassen Schäferhunde, Boxer, Schnauzer, Airedale, Dobermann, Malinois, Hovawart, sowie Border Terrier und auch ein Cocker Spaniel kämpften mit unseren beiden ADRK-Rottweilern um die Deutsche Meisterschaft der Fährtenhunde. Leider konnten nur 5 der 30 Teams das Prüfungsziel erreichen. Die Russenpeitsche hatte die VDH-DM IPO-FH und ihre Teilnehmer inkl. unserem ADRK Team fest im Griff. Eisiger Wind, gefrorene Böden, Minusgrade und dann noch zu 80% grobscholliger Äcker sind für diese Jahreszeit sicher nicht das optimale für eine VDH-DM IPO-FH.

Nachdem am ersten Tag von 13 Hunden nur 5 Hunde bestehen konnten, lagen bei den ADRK-Teilnehmern die Nerven natürlich blank. Der zweite Tag sollte nicht besser beginnen, auch hier fielen die ersten Hunde alle durch. Das war natürlich keine gute Voraussetzung für unsere ADRK-Teilnehmer. Als Erstes musste von unserem Team Nadine Müller mit ihrem Nando (von) Störtebeker an den Start.

Augenscheinlich machte das Fährtengelände einen sehr guten Eindruck. Die paar Schlachtenbummler des ADRKs, die vor Ort waren, freuten sich auf unsere ADRK-Deutsche Meisterin Nadine Möller mit ihrem Nando. Nando konnte am Abgang überhaupt keine Witterung aufnehmen.Erkämpfte und kämpfte, aber es gelang ihm nicht eine Spur zu bekommen, somit wurde nach einer gewissen Zeit die Fährte abgebrochen und leider mit 0 Punkten bewertet. Die Enttäuschung war natürlich riesig, man kommt vom hohen Norden bis in die Mitte Deutschlands, man hat sich vorbereitet, viel Zeit investiert, den weiten Weg auf sich genommen, keine Kosten und Mühen gescheut und das Ergebnis mit 0 Punkten ist natürlich sehr bitter. Man konnte Nando richtig ansehen, wie frustriert er war, das vertraute Fährtenschild und dann … war nichts so wie gewohnt, er konnte keine Witterung aufnehmen, der Boden gab nichts her.

Als Nächstes war dann Jens Borger mit seinem Quentin von Avalon dran. Hier konnte man das gleiche Bild sehen wie vorher bei Nando. Hochmotiviert ging Jens mit Quentin Richtung Fährtenschild, aber auch hier kämpfte und kämpfte Quentin, um eine Witterung aufzunehmen, welches ihm nicht gelang. Nach mehreren Minuten Kampf am Abgang, brach Jens dann selber die Arbeit von Quentin ab, und Leistungsrichter Haindorf konnte auch die zweite ADRK-Fährte nur mit 0 Punkten bewerten.

Die Enttäuschung war hier natürlich auch sehr groß.

Das Losglück war auch nicht auf der Seite des ADRK: das Absuchen der Fährte war noch früh am Tag, d. h. dass das Legen der Fährte bei harten Minusgraden und eisigen Wind erfolgte und somit wenig, bis gar keine Bodenverletzung entstand. Auch der herrliche Sonnenschein konnte nicht dazu beitragen, dass der Boden auftaute, was es auch allen anderen Teilnehmern sehr schwer machte.

Der zweite Tag fing dann weitaus erfreulicher an.

Als erstes gingen für das ADRK-Team wieder Nadine und Nando an den Start. Sie mussten zwar wieder auf grobscholligem Acker starten, aber die spätere Legezeit kam ihnen wahrscheinlich zugute. Es folgte dann der Wechsel auf Saat - recht interessante Legetechnik, ein Überweg, zunehmender Wind und zum Abschluss eine Gänse-Familie auf dem zweiten spitzen Winkel. Trotzdem konnten Nadine und Nando dieses Mal mit 88 Punkten unter LR Schwan bestehen. Nando zeigte trotz der schwierigen Verhältnisse eine super Fährtenarbeit. Nando war durch die extreme erste Gerade schon völlig erschlagen und hat wirklich bis zum Schluss gekämpft.

Am späten Nachmittag war dann Jens und Quentin mit der zweiten Fährte an der Reihe. Die spätere Legezeit kam Jens und Quentin leider nicht zugute: ein komplett grobscholliger Acker mit tiefen Löchern, zudem noch viel Wind zum Zeitpunkt des Absuchens, machten es Quentin auch auf seiner zweiten Fährte nicht möglich zu zeigen, was er leisten kann. Quentin konnte sich bis zum ersten Gegenstand durcharbeiten, jedoch war dann der Wiederansatz nach dem Gegenstand eine schier unlösbare Aufgabe für ihn. Quentin arbeitete wie ein Schwerstarbeiter, konnte aber die Spur nicht mehr aufnehmen. 5 Punkte vergab LR Schwan am Ende.

Das Wetter kann der Ausrichter nicht beeinflussen, aber vielleicht hätte man es den Teams etwas freundlicher gestalten können. Wenn der Boden derart durchgefroren ist und es zum Teil wie verrückt stürmt, muss man dann auch noch die Fährtenleger anweisen, möglichst wenig Geruchsbilder für die Hunde zu hinterlassen?

Schon die ersten Hunde kamen am Freitag kaum weiter als bis zur Wegüberquerung. Dieses zog sich dann über die weiteren Veranstaltungstage. Fast alle scheiterten an den grobscholligen Äckern. Auch nicht alltäglich sind Bögen in Baumschulen oder Überwege. Ja, es kann und soll anspruchsvoll sein, aber doch bitte auch lösbar.

5 von 30 Teams haben die Veranstaltung bestanden, herzlichen Glückwunsch zu dieser Megaleistung. Allen anderen Teams: Kopf hoch, eure Hunde haben alles gegeben! Leider waren die Umstände einfach zu widrig. Es war sicher auch diesmal eine Entscheidung des Loses und zum Lösen gehört halt auch Glück

Glück mussten auch die Zuschauer, Teilnehmer und Richter haben, bei Minusgraden ein (kaum vorhandenes) Gebüsch zu finden, um ihre Notdurft zu verrichten. Wäre sicher schöner gewesen auf einem Dixi Platz zu nehmen.

Freitagmorgen wurde man schon entsetzt angesehen, als man nach Frühstück im Vereinsheim fragte.

Heißer Kaffee war leider Mangelware bei den Temperaturen im Fährtengelände, Sonntagnachmittag war er dann auch noch komplett aus. Der einzige Fährtenlotse hatte sich dann am Samstag auch noch besonders viel Mühe gegeben, die Teilnehmer auf dem Weg ins Gelände abzuhängen. Gekrönt wurde das Ganze dann noch vom Fährteneinteiler, der dann am Sonntag vereinzelt Teilnehmern die falsche Richtung zu anderen Fährtengruppen zeigte und das, obwohl man ja meistens nicht sehr viel Platz im Fährtengelände für Fahrzeugverkehr hat. Naja, so wurde uns zumindest nicht langweilig.

Bedanken möchte ich mich bei einem TOP ADRK-Team! Wenn die Umstände schon nicht ganz stimmten, so hatten wir wenigstens eine Menge Spaß zusammen. Natürlich auch bei unseren Schlachtenbummlern und Stimmungsmachern vor Ort: Martin Jonietz, Manuel Bächle, ADRK-Fotografin & Fährtenspezi Sabine Reinhardt, Steve Weis und natürlich bei Anni und Jenny.

Vielleicht sollte man sich mal Gedanken von Seiten des VDHs mit den Verbänden machen, ob es nicht sinnvoller wäre, solch eine Veranstaltung später im Jahr durchzuführen.

Ich denke da an den November, die Wetterlage verschiebt sich immer mehr, und das Fährtengelände gibt im November sicher noch mehr her als im Februar.

Alles in Allem hat es trotzdem wieder Spaß gemacht, als Mannschaftsführer für das ADRK-Team im Einsatz gewesen zu sein. Ich hoffe, dass alle das Sportjahr 2018 mit mehr Erfolg bestreiten, als wir vom ADRK-Team das mit der FH-DM begonnen haben.

Wir vom Ausbildungsausschuss des ADRK, insbesondere ich, sind sehr stolz auf unsere Starter Nadine Möller mit Nando Störtebeker und Jens Borger mit Quentin von Avalon. Leider ist der gewünschte Erfolg für die harte Arbeit ausgeblieben, aber wie sagt man: Aufstehen, Krone richten, weiter machen!

In diesem Sinne wünsche ich euch Allen ein erfolgreiches Sportjahr 2018!

Rainer Dersch
Stolzer Mannschaftsführer des ADRK-FH Team´s


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