Breed Specific Instructions (BSI)

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Breed Specific Instructions (BSI)

Die Neufassung der Tierschutz-Hundeverordnung sieht vor, dass Hunde, die Qualzuchtmerkmale aufweisen, nicht an Ausstellungen teilnehmen dürfen. Das Ausstellungsverbot trifft nach Rechtsauffassung des VDH auch weiterhin nicht eine bestimmte Hunderasse im Ganzen, sondern die Qualzuchteigenschaft muss jedem betroffenen Hund individuell nachgewiesen werden.

Eine der Maßnahmen, die der VDH beschlossen hat, um gesundheitsgefährdenden Übertreibungen bei einzelnen Hunden zu begegnen, sind die Breed Specific Instructions (BSI).

Diese wurden durch die Nordic Kennel Union erstmalig 2014 veröffentlicht. Die dort aufgeführten Rassen wurden auf der Grundlage des geschätzten Risikos gesundheitsgefährdender Übertreibungen der Rassenmerkmale und einer möglichen irreführenden Interpretation des Standards ausgewählt.
Die VDH-Richterkoordinatoren der einzelnen FCI-Gruppen haben die BSI überarbeitet und dem VDH-Ausschuss für Zuchtrichter und Rassestandards zur Prüfung vorgelegt. Dieser hat dem VDH-Vorstand die Einführung der BSI empfohlen.

Es handelt sich bei den aufgeführten Bewertungskriterien und der Auswahl der Rassen nicht um einen statischen Leitfaden. Vielmehr sind die BSI ein dynamisches Werkzeug, das der VDH mit den Rasse-Zuchtvereinen ständig weiter entwickeln möchte. Vorschläge der Richter, der Rassehunde-Zuchtvereine und des Wissenschaftlichen Beirats sind sehr willkommen und fließen in die BSI ein.

Die BSI werden im nächsten Schritt in die Verpflichtungserklärungen für alle VDH-Ausstellungen integriert. Die Anwendung ist damit für jede Ausstellung verpflichtend.

Ein Fragebogen, der bei den betroffenen Rassen auf Ausstellungen ausgefüllt und beim VDH eingereicht werden soll, wird helfen, aktuelle Entwicklungen bei den einzelnen Hunderassen zu berücksichtigen.

Die von den Zuchtrichtern ausgefüllten und an die Sonderleiter weitergegebenen Fragebögen werden zentral beim VDH eingereicht: bsi@vdh.de.

Mit dem BSI wird das Ziel verfolgt, weiterhin gesunde Rassehunde ohne gesundheitsgefährdende Übertreibungen im Ausstellungsring zu sehen und damit auch für die zukünftige Existenz unserer Rassen Sorge zu tragen.

Beim Rottweiler soll besonders geachtet werden auf:

Gesamterscheinung
übermäßig schwere und molossoide Gesamterscheinung mit extrem starken Knochen; feingliedrige, leichte, windige und hochläufige Gesamterscheinung mit sehr schwachen Knochen

Kopf
sehr voluminöser und/oder breiter Oberkopf, sehr starker Stirnabsatz, tiefe Stirnfurche, im Verhältnis zum Oberkopf relativ geringes Fangvolumen und/oder relativ kurzer und/oder relativ schmaler Fang, relativ schwach entwickelte Jochbögen, runde Augen, schlaffe Augenlider, übermäßig stark entwickelte Kaumuskulatur; das Zusammenspiel der genannten Merkmale ist von größter Bedeutung

Haut
relativ starke Falten an Oberkopf, Stirn, Wangen oder Fang, lose Kehlhaut

Bewegung
relativ ineffiziente Trabaktion

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